Dilution - Farbverdünnung der Fellfarbe

In einigen Hunderassen gibt es Tiere mit verdünnter, aufgehellter Fellfarbe.

Der D-Lokus ist der Hauptgrund für das Auftreten dieser Farbverdünnung.

Bei Hunden mit schwarzer Fellfarbe, die die Farbverdünnung aufweisen, wird das Farbresultat als

"blau" oder "grau" bezeichnet und bei brauner Fellfarbe oft als "apricot" oder "cream" bezeichnet.

Ursache dafür ist das Vorhandensein des defekten MLPH-Gens, das für die Farbverdünnung verantwortlich ist.

Diese Farbverdünnung betrifft oft auch die Nasen- und Fußballenfarbe.

Welchen Einfluss hat die Dilution auf die Gesundheit der Hunde?

Die Tiere, die die verdünnte Fellfarbe ausprägen (Genotyp dd) haben ein höheres Risiko ein Krankheitsbild

zu entwickeln, das als Farbverdünnungs-Alopezie (Colour dilution alopecia CDA) oder Schwarz- Haar- Follikel Dysplasie

bezeichnet wird und durch einen Haarverlust und durch wiederkehrende Hautentzündungen gekennzeichnet ist. Die Stärke

variiert zwischen den einzelnen Hunden.

Erste Symptome treten bereits ab dem 6. Lebensmonat auf z.B.: Ausdünnen der Haare, leichte Schuppenbildung.

Leider gibt es keine bekannte Therapie, um die Pigmentstörung zu heilen. Man kann nur symptomatisch behandeln.

Da der Vererbungsmodus der Farbmutation und damit das Risiko der Erkrankung bekannt ist, sind die

zuchthygienischen Maßnahmen sehr effektiv und zu empfehlen.

Mit betroffenen Hunden und Wurfgeschwistern sollte nicht gezüchtet werden und

vorallem sollten die Elterntiere der betroffenen Hunden nicht mehr verpaart werden, um eine

weitere Verbreitung der Krankheit zu vermeiden.

 

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